Sieben Nächte

Sieben Nächte

Simon Strauss, den Lenden von Botho Strauss entsprossen, wagt, was keiner der verkorksten Schriftsteller im deutschen Sprachraum zu denken vermag: Er wünscht sich Widerstände in seinem Leben, etwas mehr Schnitte in seiner Haut, etwas mehr Streit zwischen ihm und seinen Mitmenschen.

Und welcher Leser hätte nicht Lust, voller Zustimmung sein Herz ihm vor die Füsse zu werfen und frei zu sagen: Nimm es und führe es in eine neue Zukunft! Solcherlei Gefühl verbleibt nach der Lektüre von «Sieben Nächte», dem neuen Buch des jungen Mannes, der einen in den stärksten Momenten an Brad Pitt im Film «Fight Club» erinnert und in den schwächsten noch an den jungen Günther Grass. Sein Aufruf gilt meiner Generation und bereitwillig höre ich ihn. Denn wo Harmonie und gesetztes Leben um sich greifen, da wird Widerstand und Männlichkeit zur Pflicht.

 

Gian Fermat hat Literarisches Schreiben studiert und ist Autor bei delirium sowie Gewinner des «Die Alternative»-Literaturpreises.

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Arnold Böcklin:Die Toteninsel
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Eine literarische Reise
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Opoe
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