God Exists, Her Name Is Petrunya (MAZ 2019)

God Exists, Her Name Is Petrunya (MAZ 2019)

Petrunya, eine ledige 32-Jährige und arbeitslose Historikerin, wohnt bei ihren Eltern in der Provinz Mazedoniens.

Während 100 Minuten erleben wir anhand von Close-Ups hautnah mit, wie diese junge Frau sich einen Wolfspelz überstreift – oder einen Schafspelz? – und erstarkt. Zu Beginn dieses grossartigen Werks von Teona Strugar Mitevska stehen zwei Skandale um Petrunya: ein durch und durch misogynes Bewerbungsgespräch und ein gewagter Sprung in einen eisigen Fluss mit einer Horde johlender Kerle, um ein Holzkreuz herauszufischen. Beim letzteren handelt es sich um einen orthodoxen Brauch, der für ein glückliches Jahr sorgen soll. Dass eine Frau teilnimmt und gewinnt, überfordert Kirche und Justiz. Eine Abrechnung mit patriarchalen Strukturen und archaischen Traditionen – mit einem schönen Gespür für Absurditäten.

 

Liliane Hollinger ist Programmmacherin im Kino Cameo. 

The Addiction (USA 1995)
The Addiction (USA 1995)
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«Ich fühlte den Wind der Flügel des Wahnsinns». Dieser Satz von Charles Baudelaire fällt in «The Addiction». Man könnte meinen, dass dieser Wind der Protagonistin Kathleen Conklin schon in der ersten…

Sous les toits de Paris (FR 1930)
Sous les toits de Paris (FR 1930)
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Mit der kommerziellen Etablierung des Tonfilms Ende der 1920er-Jahren fingen Filmemacher an, sich spielerisch mit den neuen technischen Möglichkeiten auseinanderzusetzen.

Riff-Raff (GB 1991)
Riff-Raff (GB 1991)
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Der bekennende Trotzkist Ken Loach ist bekannt für seine authentischen Filme über die britische Working Class – auch Riff-Raff bildet da keine Ausnahme.

 Öndög (MNG 2019)
Öndög (MNG 2019)
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Nichts als Horizont und mitten in der Weite der mongolischen Steppe eine Frauenleiche.