I, Tonya (USA 2017)

I, Tonya (USA 2017)

Als White-Trash-Tölpel erst süffisant belächelt, schälte sich Tonya Harding aus ihren ärmlichen Verhältnissen heraus und kämpfte sich bis an die Eiskunstlauf-Spitze.

Als erste Frau stand sie den dreifachen Axel und 1994 kurz vor einer olympischen Medaille. Doch dann schlug jemand Hardings härteste Konkurrentin Nancy Kerrigan mit einer Eisenstange aus dem Rennen. Ob und wie sehr Harding in die Tat verwickelt war, ist bis heute nicht erwiesen. Trotzdem wurde sie als Eishexe verschrien und mit einem lebenslangen Berufsverbot belegt.

In der bitterbösen Mockumentary von Craig Gillespie begibt sich eine grandios aufspielende Margot Robbie in den wortwörtlichen Schlagabtausch mit einer ihr ebenbürtigen Allison Janney als Unmutter des Jahrzehnts (Oscar als Beste Nebendarstellerin 2018!). Auferstanden aus Ruinen ist Tonya Harding hier mit einer emotionalen Wucht, die ihresgleichen sucht.

 

Sarah Stutte ist Programmmacherin im Kino Nische.

The Addiction (USA 1995)
The Addiction (USA 1995)
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«Ich fühlte den Wind der Flügel des Wahnsinns». Dieser Satz von Charles Baudelaire fällt in «The Addiction». Man könnte meinen, dass dieser Wind der Protagonistin Kathleen Conklin schon in der ersten…

Sous les toits de Paris (FR 1930)
Sous les toits de Paris (FR 1930)
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Mit der kommerziellen Etablierung des Tonfilms Ende der 1920er-Jahren fingen Filmemacher an, sich spielerisch mit den neuen technischen Möglichkeiten auseinanderzusetzen.

Riff-Raff (GB 1991)
Riff-Raff (GB 1991)
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Der bekennende Trotzkist Ken Loach ist bekannt für seine authentischen Filme über die britische Working Class – auch Riff-Raff bildet da keine Ausnahme.

 Öndög (MNG 2019)
Öndög (MNG 2019)
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Nichts als Horizont und mitten in der Weite der mongolischen Steppe eine Frauenleiche.