Laissez bronzer les cadavres (USA 2018)

Laissez bronzer les cadavres (USA 2018)

Im zweiten Film des französischen Paares Hélène Cattet und Bruno Forzani duellieren sich Gauner, Polizisten und Künstler in einem verlassenen Dorf um einige Goldbarren.

Solche Standoffs gibt es in jedem Spaghetti-Western zu sehen, könnte man denken. Aber nicht so, wie es Cattet und Forzani hier inszenieren: Ganze Szenen werden in mehrere ikonische Nahaufnahmen zerlegt und dann in einer virtuosen Montage wieder zusammengesetzt. Die einzelnen, in sich unverständlichen Bilder ergeben erst durch die Aneinanderreihung einen Sinn. Dadurch entsteht ein Bilderrausch, dem man sich nur schlecht entziehen kann. Immer wieder mal driftet der Film ins Surreale ab, dann beispielsweise, wenn es brennende Asche regnet oder ein Gecko sich in ein Auto verwandelt. Es sind diese Momente im Film, welche das bewegte Bild feiern und beweisen, dass es auch anders geht.

 

Matthias Sahli studierte Film an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Er gewann an den Kurzfilmtagen 2015 mit dem Film «Hausarrest» den Publikumspreis.

The Addiction (USA 1995)
The Addiction (USA 1995)
Schau mal

«Ich fühlte den Wind der Flügel des Wahnsinns». Dieser Satz von Charles Baudelaire fällt in «The Addiction». Man könnte meinen, dass dieser Wind der Protagonistin Kathleen Conklin schon in der ersten…

Sous les toits de Paris (FR 1930)
Sous les toits de Paris (FR 1930)
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Mit der kommerziellen Etablierung des Tonfilms Ende der 1920er-Jahren fingen Filmemacher an, sich spielerisch mit den neuen technischen Möglichkeiten auseinanderzusetzen.

Riff-Raff (GB 1991)
Riff-Raff (GB 1991)
Schau mal

Der bekennende Trotzkist Ken Loach ist bekannt für seine authentischen Filme über die britische Working Class – auch Riff-Raff bildet da keine Ausnahme.

 Öndög (MNG 2019)
Öndög (MNG 2019)
Schau mal

Nichts als Horizont und mitten in der Weite der mongolischen Steppe eine Frauenleiche.