Die Zweisamkeit der Einzelgänger

Die Zweisamkeit der Einzelgänger

Eigentlich ist er ja preisgekrönter Schauspieler an einem der besten Ensembles weltweit, dem Wiener Burgtheater. Aber Joachim Meyerhoff ist auch ein begnadeter Autor – das beweist er nun schon zum vierten Mal, nämlich mit der langersehnten Fortsetzung des sechsteiligen Zyklus «Alle Toten fliegen hoch».

Die Geschichte verfolgt den heranwachsenden Deutschen, angefangen bei seiner Kindheit auf einem Psychiatriegelände und einem Austauschjahr in den Staaten, gefolgt von wilden Studienjahren, in denen er sich zum Schauspieler ausbildet. Hier nun setzt dieser Band ein: Der Jungschauspieler entdeckt in der Provinz die Liebe. Mehrfach, parallel und facettenreich sammelt er Erfahrungen mit Frauen. Meyerhoff erzählt gewitzt und schonungslos, wir fiebern mit, lachen und weinen zugleich, wie ehrlich und verdient er seine Niederlagen beschreibt und einfährt. Wir freuen uns schon auf die kommenden Jahre, äh, Bände!

 

«Die Zweisamkeit der Einzelgänger» umfasst 416 Seiten und wiegt 520 Gramm.

 

Barbara Tribelhorn ist Co-Präsidentin der Literarischen Vereinigung Winterthur.

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